"Political - Poetical" - eine globale Exklusivität

Wir präsentierten im Nov. 2017 eine Ausstellung als phantasievolle Mischung aus klassischen und zeitgenössischen Künstlern zu den gegensätzlichen Themen ‘politisch’ und ‘poetisch’.

Ankündigung Vernissage Political Poetical

Werke von Pablo Picasso, Salvador Dalí, Santiago Sierra, Erwin Olaf, Chus García-Fraile, Nicola Verlato, Johan Wahlstrom, Johanna Reich, Gregory Herpe und Josie McCoy waren hier zu sehen, teilweise erstmals in der Schweiz.

Kuratiert wurde diese Ausstellung vom spanischen Kurator und Kunstschriftsteller Paco Barragán und der deutschen Kunstberaterin Petra Lossen. 

Die Ausstellung "politische Poetik" erlaubt grundsätzlich, uns zu fragen, was die Rolle der Kunst in der Gesellschaft ist und wie die Kunst neue Wege und neue Ideen erforschen kann, die direkt oder indirekt in unsere Belange hineinspielen können. 

Hier im Detail die Ausstellungskonzeption

POLITICAL POETICAL                         

Dr. Leonhard Fopp, Inhaber der Galerie ART & BUSINESS in Zürichs historischer Trittli-Gasse, freut sich, diese anspruchsvolle, interdisziplinäre und internationale Ausstellung «Political Poetical» erstmals mit international renommierten Künstlern zu verwirklichen.

Werke von Pablo Picasso, Salvador Dalí, Santiago Sierra, Erwin Olaf, Chus García-Fraile, Nicola Verlato, Johan Wahlstrom, Johanna Reich, Gregory Herpe und Josie McCoy sind hier zu sehen, teilweise erstmals in Europa, teilweise erstmals in der Schweiz.

Kuratiert wird diese Ausstellung vom spanischen Kurator und Kunstschriftsteller Paco Barragán und der deutschen Kunstberaterin Petra Lossen.

Präsentiert wird eine Ausstellung als phantasievolle Mischung aus klassischen und zeitgenössischen Künstlern zu den gegensätzlichen Themen ‘politisch’ und ‘poetisch’.

Das Poetische ist politisch und das Politische poetisch, könnten wir hinzufügen. Über diesen berühmten sechziger Jahre Slogan, zu dem übrigens bis heute niemand behauptet der Autor gewesen zu sein, können wir zuversichtlich argumentieren, dass das Politische auch poetisch ist.

Wir oszillieren heute von Feudalismus zu Kapitalismus, von Nachhaltigkeit zu Engagement. In Zeiten rasanter Veränderung wird es zu einem faszinierenden Thema, zu untersuchen, wie das Politische poetisch sein kann und wie das Poetische äusserst politisch ist. Wir haben zur gleichen Zeit klassische Künstler wie Picasso und Dali in einem frischen Dialog mit zeitgenössischen international etablierten Künstlern wie Santiago Sierra, Erwin Olaf oder Josie McCoy gesetzt, um nur ein paar zu nennen.

Die Ausstellung repräsentiert eine Übung in historischer oder trans-historischer Kuratierung, die uns hilft, darzustellen, dass die politisch-poetische Dialektik ein grosses Thema ist und immer war.

Grundsätzlich können wir sagen, dass die Kunst und ihre Strukturen immer versuchen, sich neu zu definieren und nach neuen Wegen strebt, um den Herausforderungen der gesellschaftlichen Ansichten gerecht zu werden. Vielleicht geht es heute im Neoliberalismus nicht um Utopie oder anspruchsvolle, radikale Demokratie, sondern um bescheidenere Ziele: Das Überleben der Demokratie oder die Rückkehr beziehungsweise Zurückgewinnung bestimmter Vorteile eines Sozialstaates.

Gegensätze inspirieren und animieren

Die Ausstellung Political Poetical fügt sich in diesen faszinierenden, künstlerischen Diskurs ein und verfolgt essentielle Fragen der Kunst: was Kunst machen kann und ob sie noch einen Ort des Widerstandes, der Kritik und der Opposition darstellen kann.

Wenn für Hannah Arendt das Politische unvermeidlich mit Handlungen verbunden ist, die das Erscheinen des „Unbekannten“ ermöglichen, ist die Kunstwelt ein Ort der „konfliktbehafteten Einigkeit“ - wie Jacques Ranciére argumentieren würde - wo das Utopische, das Respektlose, das Radikale und das Unmögliche möglich wird. „Im Gegensatz zur üblichen Annahme“ - bestätigt Murray Edelman: „Kunst sollte als ein wichtiger und integraler Bestandteil der Transaktion erkannt werden, die das politische Verhalten hervorbringt.“

Die Gruppe der Künstler, die in der Ausstellung vereint sind, greift die dialektischen Pole politisch-poetisch aus verschiedenen Blickwinkeln auf, die ihre Grenzen und ihre Spannungen mit verschiedenen interdisziplinären Medien wie Malerei, Fotografie, Video, Skulptur, Performance und Arbeiten auf Papier behandeln.

Die Ausstellung ist sowohl konzept- als auch displayweise in zwei Konstellationen unterteilt.

Der politische Teil dreht sich um Pablo Picassos Zeichnungen von Guernica - die sogenannten Post-Scripts-, die heute noch ein Meisterstück und ein klares Beispiel für das Grauen und die Ungerechtigkeiten des Krieges sind. Sowohl die spanischen Künstler Santiago Sierra als auch Chur Garcia-Fraile werden im Dialog mit Picasso in einer wörtlichen und metaphorischen Weise eintreten: Während Sierra mit einem Foto aus der berühmten Reihe der Veterans of the War of Iraq, Afghanistan Facing the Wall den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Krieg präsentiert, vertieft sich Chur Garcia-Fraile in den Ursprung des Feuerwerkes und die Idee des Bildes als Kunstgriff, als Abbild der fesselnden Analogien zwischen realen Bombenangriffen und Feuerwerken.

Im gleichen Teil der Ausstellung werden wir die Video-Perfomance Monument von Johan M. Reich zeigen, in dem eine Frau eine einfache deutsche Fahne malt, in der sie „literal“ verschwindet, sich drehend um Patriotismus und Nationalismus.

Und schliesslich werden wir ein faszinierendes Bild des niederländischen Künstlers Erwin Olaf ausstellen, aus der Berliner Zwischenkriegsjahre, inszeniert in unübertroffener Atmosphäre.

Jetzt, wo sich die Bombardierung von Guernica zum 80sten Mal jährt, werden Picassos Zeichnungen einen eindrücklichen Dialog mit den Arbeiten von Santiago Sierra, Chur Gercia-Fraile, Johanna Reich sowie Erwin Olaf eingehen.

Während in der einen Konstellation der Werke das Politische offensichtlicher ist, vereint der „poetische Teil“ Werke in einer Art Ansammlung von Dali, Nicola Veralte, Josie McCoy, Gregory Herne und Johan Wahlstrom. Hier finden wir die politische Filterung durch die moderne Gesellschaft und Elemente wie Massenmedien, Berühmtheit und gesellschaftliches Leben, in denen die Präsentation poetische Hinweise erlangt.

Salvador Dalí ist ein äusserst politischer Künstler, obwohl dieser Teil seiner Karriere praktisch zum Schweigen gebracht wurde, da er sich nicht für die richtige Seite der Geschichte entschieden hatte. Ein Auslöser seines Berühmtheitskultes, Dali’s Profile of Time, ist ein endloses Werk, das von Einsteins Relativitätstheorie bis zu poetischen Surrealisten reicht, in denen die einsamen Landschaften mit entfremdeten Charakteren Hand in Hand gehen.

Sowohl Josie McCoy als auch Nicola Veralte vertiefen sich direkt in das Thema Berühmtheit und die Politik verwandelt sich in einen Berühmtheitswettbewerb: Während Josie McCoy das Paar Ivana Trump und ihren Ehemann Hard Kushner porträtiert, erforscht sie die Möglichkeit der Entfremdung zwischen der Berühmtheit und dem Betrachter. Nicola Veralte dagegen bietet eine kritische, hyperrealistische Komposition, einen in fraganti Einblick des «oval office» des früheren Präsidenten Barack Obama.

Gregory Herpe bietet heikle und poetische Schwarz-Weiss-Fotografien der heutigen Stadtlandschaften, die von berühmten Persönlichkeiten wie Mick Jagger - wachsam betrachtet von französischen Militärs - und Donald Trump.

Schliesslich betritt auch der schwedische Künstler Johan Wahlstrom den Weg der Berühmtheit, der Massenmedien und vor allem der sozialen Medien, indem er Menschen in den unterschiedlichsten Situationen des Alltags darstellt, die sich mit phantasievollen Konzepten wie „Hyperflexibilität“, „Mobilität“ und „Verfügbarkeit“ beschäftigen, die der Schlüssel zum neoliberalen Mantra sind.

Abweichend von Salvador Dali’s Profile of time haben wir in einer metaphorischen Weise eine Mauer konzipiert, die sich poetisch mit Politik, Berühmtheit und sozialen Medien beschäftigt.

 

Mit freundlichen Grüssen

Petra Lossen                                                 Dr. Leonhard Fopp
+41 78 400 48 75                                          +41 79 661 31 15

PETRA LOSSEN Fine Art                Galerie Art & Business
www.petralossen.com                                                www.leonhard-fopp.ch
Zurich, Switzerland                                                    Zurich, Switzerland

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok